An den EU-Zollvorschriften wurden heute keine neuen Änderungen veröffentlicht. Die regulatorische Aktivität war dennoch bedeutend, da heute über 500 zuvor geladene Maßnahmen in Kraft traten. Diese führen weitreichende neue Kontrollen und Anforderungen für eine Vielzahl von Rohstoffen und grundlegenden Industrieprodukten mit Ursprung in Russland ein und betreffen unter anderem Mineralien, Erze und Chemikalien.

Heute in Kraft getreten: Neue Kontrollen für russische Waren

Obwohl die Zollbehörden heute keine Aktualisierung der TARIC-Datenbank veröffentlicht haben, war der Tag von einer wesentlichen Änderung geprägt: dem Inkrafttreten von 544 zuvor angekündigten Maßnahmen. Diese Maßnahmen führen durchweg neue Anforderungen, Auflagen und Kontrollen für eine breite Palette von Waren mit Ursprung in der Russischen Föderation ein.

Die betroffenen Produkte sind hauptsächlich Rohstoffe und grundlegende Industriegüter, die sich auf die folgenden Sektoren konzentrieren:

  • Mineralische Stoffe (Kapitel 25): Darunter Salz, Kies, Magnesiumcarbonat und Kalk.
  • Erze, Schlacken und Aschen (Kapitel 26): Betroffen sind unter anderem Eisenerze sowie Schlacken aus der Eisen- und Stahlherstellung.
  • Anorganische Chemikalien (Kapitel 28): Hierzu zählen Silicium, verschiedene Metalloxide und -hydroxide.

Bei mehreren dieser Maßnahmen wird auf die Verordnung (EU) Nr. 833/2014 verwiesen, was bestätigt, dass diese neuen Kontrollen Teil des EU-Sanktionsregimes gegen Russland sind. Importeure müssen nun neue Bedingungen erfüllen, wie zum Beispiel die Vorlage spezifischer Zertifikate.

Was zu beobachten ist

Das Inkrafttreten dieses umfangreichen Maßnahmenpakets erfordert sofortige Aufmerksamkeit von Importeuren und Logistikunternehmen, die Waren mit russischem Ursprung handeln. Compliance-Teams müssen sicherstellen, dass die neuen Anforderungen erfüllt werden, um Verzögerungen und Strafen bei der Einfuhrabfertigung zu vermeiden.