Die handelspolitische Aktivität in der EU bleibt hoch, wobei heute neue Handelsschutzmaßnahmen für Tierfutter aus China im Mittelpunkt stehen. Eine Reihe von Antidumping- oder Ausgleichsmaßnahmen für verschiedene Arten von Hunde- und Katzenfutter trat heute in Kraft und setzte damit den in den letzten Tagen beobachteten Trend fort, chinesische Importe in verschiedenen Sektoren ins Visier zu nehmen. Die heutige Aktualisierung umfasste insgesamt 36 Änderungen, darunter auch neue Zollkontingente für bestimmte Stahlrohre aus der EU und Indien.
Schlagzeilen des Tages: Handelsschutz für Tierfutter
Die bedeutendste Entwicklung des Tages ist das Inkrafttreten neuer Handelsschutzmaßnahmen gegen Importe von Hunde- und Katzenfutter aus China. Die Maßnahmen, die unter der Verordnung (EU) R1824/26 umgesetzt werden, betreffen acht verschiedene Warenlinien im Zollkapitel 23 (Rückstände und Abfälle der Lebensmittelindustrie; zubereitetes Futter).
Die heute geladenen und sofort wirksamen Änderungen umfassen eine Mischung aus neuen Maßnahmen, neuen Anforderungen und geänderten Gültigkeitsdauern, was auf eine umfassende Implementierung der neuen Regelungen für Produkte wie „Hunde- und Katzenfutter, nicht in Aufmachungen für den Einzelverkauf“ (z.B. 2309903151, 2309909651) hindeutet. Dies ist der dritte Sektor innerhalb einer Woche, der von neuen, bedeutenden EU-Handelsschutzmaßnahmen gegen China betroffen ist, nach den Zöllen auf Chemikalien und Textilien, die gestern eingeführt wurden.
Weitere Änderungen: Stahlrohr-Kontingente
Neben den Handelsschutzmaßnahmen wurden heute auch vier neue Zollkontingente für „Rohre von der für Öl- oder Gasfernleitungen verwendeten Art (line pipe)“ (HS-Codes 7305110000 und 7305120000) geladen. Diese Maßnahmen, die in der Verordnung R1457/26 festgelegt sind, ermöglichen die zollfreie Einfuhr (0,000 %) für Waren mit Ursprung in der Europäischen Union und Indien. Sie traten bereits gestern, am 29. Juli, in Kraft.
Was zu beobachten ist
Die heutigen Maßnahmen gegen chinesisches Tierfutter bestätigen den strategischen Fokus der EU auf Handelsschutz, der sich über verschiedene Branchen erstreckt. Nach den umfassenden Zöllen auf Industriewaren am vergangenen Wochenende und den Chemikalien und Textilien von gestern zeigt die heutige Maßnahme, dass die EU bereit ist, ihre Schutzinstrumente schnell und in rascher Folge einzusetzen. Unternehmen, die Waren aus China importieren, sollten die regulatorische Landschaft weiterhin genau beobachten, da sich der Anwendungsbereich der EU-Maßnahmen rasch ausweitet.