Nach einem ruhigen Wochenbeginn zeigt der EU-Zolltarif heute wieder Bewegung. Im Mittelpunkt stehen 14 neue Zollkontingente für verschiedene Sorten von geschältem Reis aus Bangladesch, die heute in Kraft treten. Das heutige Update des TARIC brachte zudem 30 neue Einträge, von denen die meisten zukünftige Anforderungen für Maschinen und mechanische Geräte betreffen. Es wurden keine neuen Handelsschutzmaßnahmen geladen.
In Kraft getreten
Die wichtigste Entwicklung des Tages ist das Inkrafttreten von 14 neuen Zollkontingenten für geschälten Reis (HS-Position 1006.20) mit Ursprung in Bangladesch. Diese zuvor angekündigten Maßnahmen sind heute wirksam geworden.
Für die meisten betroffenen Reissorten, einschließlich rund-, mittel- und langkörnigem Reis, gilt ein Zollsatz von 16,910 EUR pro Tonne. Für Basmati-Reis wurde ein spezifischer Satz von 28,160 EUR pro Tonne festgelegt.
Neu geladene Maßnahmen
Das heutige Update des TARIC umfasste 30 neue Einträge. Der Großteil davon – 24 zukünftige Maßnahmen – betrifft „Kernreaktoren, Kessel, Maschinen, Apparate und mechanische Geräte“ (Kapitel 84) und führt neue Anforderungen und Auflagen ein. Weitere sechs Änderungen betreffen Präferenzsätze für „Zubereitungen von Gemüse, Früchten, Nüssen“ (Kapitel 20).
Es wurden heute keine handelspolitischen Schutzmaßnahmen wie Antidumping- oder Ausgleichszölle eingeführt.
Was zu beobachten ist
Nach den gezielten Erweiterungen der Stahl-Zollkontingente für das Vereinigte Königreich und Indien in der Vorwoche bleibt abzuwarten, ob die EU in den kommenden Tagen weitere Anpassungen im Rahmen ihrer strategischen Steuerung der Stahlimporte vornimmt. Die schrittweise, länderspezifische Vorgehensweise der letzten Zeit deutet auf eine fortlaufende Neukalibrierung der Handelsströme in diesem Sektor hin.